2001 / 2000


Herz Jesu sollte eigentlich ein Kloster werden

Tochterkirchengemeinde wurde vor 50 Jahren gegründet / Einstige Notkirche dient heute als Pfarrsaal

Zahlreiche Gläubige nahmen an der Weihe der früheren Notkirche von Herz Jesu Mitte 1951 teil. Das Gebäude war als Provisorium konzipiert und dient heute als Pfarrsaal.

Ingolstadt (peh) Die Renovierung des Pfarrsaals von Herz Jesu, der früheren Notkirche der Gemeinde, bildete für Erich Wild den Anlass, sich eingehend mit der Geschichte der Pfarrei zu befassen, "Damals besaß ich zwei Aktenordner mit Dokumenten und Fotos", erzählt der KAB-Vorsitzende von Herz Jesu im Stadtteil Haunwöhr. Seitdem sind 13 Jahre vergangen, und die Zahl der Ordner ist mittlerweile auf fünf angewachsen. Darin sind eine Menge von DK-Artikeln, alten Pfarrbriefen und kirchlichen Akten chronologisch fein säuberlich abgeheftet. Eine ganze Reihe von Fotos illustriert darüber hinaus die Geschichte der Pfarrei, über deren Ursprünge Wild in unermüdlicher Kleinarbeit zahlreiche interessante Details zu Tage fördern konnte. Seine Ergebnisse will er zum 50-jährigen Bestehen der Pfarrei veröffentlichen.
Obwohl dieses Jubiläum erst Ende 2003 ansteht, reichen die ersten Anstrengungen noch in die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg zurück. Damals wuchs die "Siedlung", das Gebiet zwischen Spitalhof und Schrobenhausener Straße, ständig an. Doch konnte erst 1949 von der Kirchen Stiftung St. Anton ein passendes Grundstück am Brunnenreuther Weg erworben werden.
Eigentlich harte die neue Kirche dem Hl. Konrad geweiht werden sollen. Dass dieser Plan fallen gelassen wurde, lag nicht zuletzt an dem Geschwisterpaar Sebastian und Maria Witty aus Haunwöhr. Sie wollten dem Orden der Herz-Jesu-Missionare ihren Bauernhof überlassen. Damit verbunden war der Wunsch, dort ein Kloster zu errichten und zeitlebens von den Missionaren versorgt zu werden. Der Orden stimmte den Plänen zu und wollte auf dem Gelände der jetzigen Geflügelschlachterei Schönacher mit dem Bau beginnen. Doch der damalige Eichstätter Bischof Joseph Schröffer überzeugte die Patres, lieber die geplante Pfarrei zu übernehmen, die deswegen auch den Namen Herz Jesu trägt.
Deren Gründung war nicht ganz einfach. Zwar stimmte die Kirchenverwaltung von St. Anton Mitte 1950 zu, einen Teil der Gemeinde auszugliedern und dort zunächst eine Kuratie und später eine neue Pfarrkirchen-Stiftung zu errichten. Doch der Aufsichtsbehörde erschien das Gebiet, in dem damals viele Flüchtlinge und ausgebombte Menschen in Baracken wohnten, zu klein. Daher wurde beschlossen, Herz Jesu nicht am damaligen Stadtrand enden zu lassen. sondern über die Schrobenhausener Straße hinaus zu gehen und die Kirchenstiftung Haunwöhr mit aufzunehmen, die damals zu Hundszell gehörte. Mit Wirkung vom l. Januar 1951 konnte schließlich die neue Tochterkirchengemeinde gebildet werden, die gut ein Jahr später den Status einer eigenen Pfarrpfründestiftung erhielt. Erst nach längeren Verhandlungen mit dem Vatikan wurde Herz Jesu im November 1953 schließlich eine eigene Pfarrei.
Mit dem Bau einer Kirche, die von Anfang an als Notkirche konzipiert war, begann die Pfarrei Mitte 1950. Bis zu 500 Personen sollten darin Platz finden. Pater Josef Schmid von den Herz-Jesu-Missionaren, erster Pfarrer der Gemeinde, hatte seine liebe Mühe, das Geld dafür zu sammeln. Doch konnte schließlich Bischof Schröffer im Juli 1951 die Notkirche einweihen.
Das Provisorium hatte über zehn Jahre Bestand, erwies sich wegen der rasch wachsenden Bevölkerung aber als zu klein. Nach zweijähriger Bauzeit konnte die heutige Herz-Jesu-Kirche Mitte 1963 eingeweiht werden.

(Donau Kurier vom 11.01.2001)

Kontakt: Erich Wild


Hearts of Freedom sangen in Herz Jesu

Gar nicht so still begann die "stade Zeit" in der Pfarrkirche von Herz Jesu: Mit "neuen Liedern" und mitreißenden Rhythmen verkündete der Gospelchor der Pfarrei "die frohe Botschaft" von der Ankunft Jesu und sorgte damit nicht nur für einen besinnlichen, sondern auch beschwingten Start in den Advent. Obwohl dies ihr erstes öffentliches Konzert war, konnten die "Hearts of Freedom" dabei mit einem erstaunlich routinierten Auftritt begeistern. Hier zeigte sich, dass der Laienchor schon seit fast zwei Jahren viel Erfahrung bei Hochzeiten und ähnlichen Anlässen sammelt und sich regelmäßig zu intensiven Proben trifft. 
Es lohnt sich! Die etwa 40 jungen und dynamisch biegsamen Stimmen artikulierten sauber, intonieren weitgehend sicher und fügen sich zu einem recht homogenen und angenehmen Gesamtklang, der den weit gespannten Raum der Herz-Jesu-Kirche gut ausfüllt. Eine von Saxofon und Piano dominierte Begleitband gibt den mal rockigen, mal jazzigen Rhythmus vor, aber auch a capella bringt der Chor unter der sicheren Leitung von Michael Neufanger die federnden Rhythmen der Songs gut rüber. 
Für Abwechslung sorgen Lieder aus der englischen und keltischen Tradition: Der Gospelchor ist keineswegs eindimensional auf Amerika zentriert. So waren neben "Go tell it on the mountain" und "I'm gonna sing" auch "Amazing Grace" und "An Irish Blessing" zu hören. Auch die reizvoll differenzierten Arrangements mit ihren wechselnden Besetzungen ließen keinerlei Monotonie aufkommen.

(Donau Kurier vom 06.12.2000)

Hearts Of Freedom


In luftigen Höhen

Ein besonderer Höhepunkt des vergangenen Jahres war die Bergmesse am Sonntag 29.Oktober bei der Kampenwand. Etwa 100 Pfarreiangehörige machten sich auf den Weg, zunächst mit dem Bus nach Aschau, dann mit der Seilbahn nach oben. Um etwa 10.30 Uhr feierten wir vor dem KAB-Kreuz in luftiger Höhe einen Gottesdienst, den unsere Herz Jesu Bläser musikalisch gestalteten. Anschließend blieb genug  Zeit den Gipfel zu erstürmen und die wunderschöne Natur zu genießen. Gemeinsame Erlebnisse sind eben schön, vor allem fördern sie den Gemeinschaftssinn in unserer Pfarrei.

Pfarrer Stephan Neufanger zelebrierte den Gottesdienst, gestalten von den Herz Jesu Bläsern
             

(von Pfarrer Stephan Neufanger)


"Oktoberfest zu Hause"

- in diesem Sinn hat die Pfarrei heuer zu einem "Ersten bayerischen Herbstfest" eingeladen.. Mit Bier vom Faß, Schweinshax´n und Hendl´n bereitete diese Veranstaltung fast 150 Besuchern im Pfarrsaal Herz Jesu bayrisches Vergnügen pur. Die Jugendblaskapelle Zuchering sorgte dazu mit ihrer Blasmusik für die richtige Stimmung. Die Theatergruppe des Frauenkreises klärte mit ihren Sketschen über bayerische Gepflogenheiten auf, insbesondere über den bewundernswerten Haunwöhrer Kartoffelanbau.
Mit den außerordentlich guten Erträge dieses Abends (über 2000.- DM) können nun endlich auch noch ausstehende Rechnungen der renovierten Marienkapelle beglichen werden.
Herzliches Vergelt´s Gott allen die da waren, die mitgeholfen und mitgefeiert haben.

(von Pfarrer Stephan Neufanger)


Die Gottesdienstordnung auf der Homepage

Ab dem 01.10.2000 bieten wir die Gottesdienstordnung unserer Pfarrei zum Download auf unser Homepage und zusätzlich in einem Abo-Service an.
Die Gottesdienstordnung erscheint regelmäßig alle zwei Wochen und informiert sowohl über die aktuellen Gottesdienstzeiten, als auch über aktuelle Veranstaltungen.
Direkt nach Erscheinen wird die GDO dann zum Download als PDF-Datei bereitgestellt.
Die Abonnent erhalten sie automatisch per E-Mail zugesandt.

Damit Sie sich bereits ein Bild von diesem Angebot  machen können, steht die aktuelle Gottesdienstordnung bereits zum Download bereit. Zum Lesen dieser Datei benötigen Sie den Acorbat Reader, den sie auf der Homepage von Adobe kostenlos herunterladen können.

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(von Sebastian Wild)


Feierliche Firmung in Herz Jesu

Am 01.06.2000 fand in Herz Jesu die feierliche Firmspendung statt. Zum ersten Mal seit Bestehen der Pfarrei wurden nur Jugendliche aus unserer Pfarrei gefirmt. In den vergangen Jahren wurde die Firmung im jährliche Wechsel zusammen mit unserer Nachbargemeinde  St. Anton gehalten. Aufgrund der in beiden Pfarreien gestiegenen Zahl von Firmlingen entschied man sich in diesem Jahr für zwei getrennte Firmungen.

Bischof Dr. Walter Mixa spendete im Rahmen des Festgottesdienstes zu Christ Himmelfahrt 85 Jugendlichen das Sakrament der Firmung. Der festliche Gottesdienst bot Dr. Mixa die Gelegenheit bei der Spendung des Sakraments zu jedem der Firmlinge einige persönliche Worte zu sprechen.

Bischof Walter Mixa (2. v. links) und Pfarrer Stephan Neufanger (2. v. rechts) zelebrierten den Festgottesdienst

Bischof Walter Mixa bei der Firmspende

(von Sebastian Wild)