In Vergangenheit ....
Es gibt uns als Bläsergruppe seit fast 20 Jahren. Gegründet hat die Zwiebelturmbläser Heinz Rödig. Er war seiner Zeit geistlicher Religionslehrer an der Berufsschule II und hat als Quasi-Kaplan die Seelsorge in der Pfarrei Herz Jesu und natürlich in der Filiale Hundszell unterstützt. Später war Heinz Rödig Pfarrer zunächst in St. Augustin (Ingolstadt), dann in Eitensheim, wo er vor einigen Jahren -leider viel zu früh -verstarb. Heinz Rödig hat erkannt, dass eine Kirche wie die Marienkirche in Hundszell auf die Dauer nicht ohne eigene Bläsergruppe sein kann. So hat er Werbung gemacht und eine sehr junge Mannschaft zusammen getrommelt, die mit Unterricht und ersten Versuchen 1984 begann. Von den damals etwa zehn Spielern sind heute noch drei dabei: Martin Hammerl, Christian Semmler und Martin Meyer.
Einige Zeit kam die Gruppe ohne Namen aus. Aber irgendwann muss man sich ja unterscheiden, identifizierbar sein. So ging die Namenssuche los. Als findiger Helfer erwies sich hier (und nicht nur hier!) Helmut Karg. Inspiriert von der Tatsache, dass außer in Hundszell weit und breit kein Zwiebelturm zu finden ist, schlug er als Namen Hundszeller Zwiebelturmbläser vor, was ohne lange Diskussionen von allen akzeptiert wurde. Helmut Karg, der -leider auch viel zu früh- verstorben ist, war eben eine Autorität - nicht nur weil er Lehrer war. Die Zwiebelturmbläser verdanken ihm in vielerlei Hinsicht sehr viel. So hat er z.B. viele Stücke, die wir heute spielen, geschrieben bzw. für Bläser gesetzt. Viele Jahre lang hat er -musikalisch und liturgisch gleichermaßen kundig- für unsere Gruppe die Spielpläne für die Gottesdienste erstellt.
Geleitet hat die Zwiebelturmbläser von Anfang an Kurt Lausmann. Bei ihm haben auch die meisten von uns ihr Instrument spielen gelernt. Einige sind heute noch bei ihm im Unterricht (er leitet in Haunwöhr seine Musikschule). Als er 1998 die Leitung der Zwiebelturmbläser abgab (alles hat einmal ein Ende - leider), haben wir ihn zum Ehrenmitglied ernannt.
... Gegenwart ...
Seit 1998 leitet Martin Meyer die Hundszeller Zwiebelturmbläser. Aber er muss sich dabei nicht um alles kümmern. Wir haben die Aufgaben gleichmäßig verteilt. Martin Meyer ist also für das Musikalische zuständig (Auswahl der Stücke, Proben). Die Finanzen besorgt Christian Semmler.
Aber das sind natürlich nur Jobs am Rande. Im Zentrum steht bei uns die Musik - genauer die Kirchenmusik. Wie unser Name schon sagt, haben wir unsere Heimat in der Hundszeller Marienkirche. Hier gestalten wir über das Jahr verteilt Gottesdienste mit. Unsere aktivsten Zeiten sind November/Dezember und die Osterzeit.
Die Hundszeller Zwiebelturmbläser sind auch Mitglied in der Ingolstädter Pfeifturmbläser-Gilde. Während es nicht möglich ist, vom Zwiebelturm der Hundszeller Kirche herab zu spielen (insofern ist unser Name etwas irreführend), kann man das vom Pfeifturm sehr wohl. Auch wir nehmen es jährlich auf uns, diesen hohen Turm zu besteigen und "zur Ehre Gottes und der Erbauung der Menschen", wie es das alte Reglement verlangt, zu spielen. Das ist das Sommerprogramm der Gilde. Im Winter organisiert sie die Blasmusik auf dem Christkindl-Markt. Auch daran beteiligen wir uns.
Derzeit gehören unserer Gruppe elf regelmäßig aktive Bläserinnen und Bläser (im Alter von 9 bis 48 Jahren) an:
Martin Hammerl (Basstrompete); Christian Semmler (Tenorhorn); Martin Meyer (Trompete); Stefan Brummet (Trompete); Michael Bielmeier (Trompete); Sebastian Haertl (Klarinette); Helga Seitz (Trompete); Franziska Eickenberg (Klarinette); Kathrin Eickenberg (Flöte); Stefan Seitz (Trompete).
... und Zukunft
Der aufmerksamen Leserin, dem aufmerksamen Leser wird nicht entgangen sein, dass die Stimmen sehr ungleich besetzt sind. In den ersten beiden Stimmen stehen wir gar nicht so schlecht da. Und doch wäre es sehr gut, wenn wir hier etwas Nachwuchs bekämen; denn durch Ausbildung und Berufsan-fang einiger unserer Bläser sind nicht immer alle verfügbar. Ganz dünn sieht es aber dort aus, wo es eigentlich mächtig tönen sollte - im "Unterbau". Tenor und Bass sind nur einfach besetzt. Die Posaune fehlt ganz, was sich gerade bei Märschen sehr schmerzlich bemerkbar macht.
Wer immer Lust und Zeit hat - und ein Blasinstrument spielen kann, ist uns herzlich willkommen.
(von Franz Xaver Rupprecht)
Erstellt von: Sebastian
Wild